Hartauer Kräutermedizin

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Hartau / Harta ist eine Gemeinde an der Donau, im Komitat Bács-Kiskun, nicht weit von Kalocsa. Wegen der Bräuche und der Traditionen kommen da oft Wissenschaftler und Ethnografen vor. Sie forschen, manchen Aufnahmen und dank ihrer Sammeltätigkeit geraten die alten Bräuche nicht in die Vergessenheit.

Harta ist eine Insel sowohl im Bezug auf die Nationalität, als auch die Baukultur und die Religiösität. Hier leben seit der 1720-er Jahren Bauernfamilien hessischer Herkunft. Auf der Hauptstraße (Templom utca) stehen die evangelische und die reformierte Kirche. Ein Hinweis auf die Multikulturalität innerhalb des Dorfes. Ihre seltsame, alte deutsche Mundart ist ein Begriff in Ungarn.

Das ist auch zu bemerken, dass die Epoche nach dem zweiten Weltkrieg an dem heutigen Dorf nicht spurlos vorbeigegangen ist. Die an der Jahrhundertwende begonnene Madjarisierung erhielt nach 1944 einen neuen Schwung mit der Zwangsaussiedlung und die Verschleppung in die sowjetische Gefangenschaft. 1947 kamen durch den Bevölkerungsaustausch Ungarn aus der Slowakei, um hier eine neue Heimat zu finden. Sie waren ebenso Opfer der Geschichte, wie die hier lebenden Ungarndeutschen.

Was aber heute noch ins Auge fällt: die Sauberkeit ist immer aufrechterhalten worden. Eindeutig ist immer noch die Sparsamkeit zu merken. Diesmal publizieren wir einen früher aufgenommenen Film des ungarndeutschen Fernsehens „Unser Bildschirm“. Es handelt von Kräutern, die heilende Kraft haben — und von anderen lustigen Themen.

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