Unser Weg nach Ungarn

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das Erstlingswerk von Autor Hubert Laspe

Hubert Laspe wurde 1959 in Dankelshausen geboren, einem kleinen Dorf in Südniedersachsen, nicht weit von Hann. Münden. Dort hat er 48 Jahre seines Lebens verbracht. 2007 zog es seine Familie und ihn in die Nähe von Hanau. Seit Sommer 2017 lebt Hubert mit seiner zweiten Frau in Ungarn.

Den Weg zum Schreiben fand Hubert über Umwege. Bereits während seiner Schulzeit hatte er Spaß daran. Er fing an Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. In ihm schlummerte der Traum, einmal ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Irgendwann nahm er seinen Mut zusammen und zeigte seine Werke seinem Deutschlehrer.  Dem gefielen die Geschichten. Die Sache hatte aber noch einen Haken, Huberts Grammatik. Der Lehrer bot ihm an, ihm bei meiner Grammatik zu helfen. Zu der Zeit war sein Interesse leider nicht stark genug, um das Angebot anzunehmen. Heute bedauert er das.

Damit hatte sich sein Traum, einmal ein eigenes Buch zu veröffentlichen, erledigt.

Lediglich für runde Geburtstage und Familienfeiern schrieb Hubert längere Gedichte und trug diese dann vor. Sie kamen stets gut an.

Im Sommer 2017 lernten Hubert und seine Frau Cornelia Rückriegel auf ihrer Buchvorstellung in Ungarn kennen. Danach kam ihm der Gedanke selbst ein Buch zu schreiben. Ein zweites Treffen im Jahr 2019 gab ihm den letzten Anstoß, endlich ein Buch zu schreiben.

Der Anfang war etwas zäh und er zweifelte daran, jemals ein komplettes und interessantes Buch fertig zu bekommen. Mit jedem Tag bekam Hubert mehr Spaß daran und der Text floss schließlich wie selbstverständlich aufs Papier. Am Ende standen 150 Seiten auf dem Papier und sein Buch Unser Weg nach Ungarn war fertig. Damit hat sich nicht nur ein Jugendtraum von Hubert erfüllt. Nein, es ist für ihn, wie mit der Seele fotografieren. Die besonderen Momente und Eindrücke für immer festhalten. Es ist für ihn nicht nur das Buch Unser Weg nach Ungarn. Vielmehr ist es, die besonderen Momente für immer wach zu halten.

Unser Weg nach Ungarn

Immer mehr Menschen spielen mit dem Gedanken Ungarn als neue Heimat auszuwählen. Viele von ihnen informieren sich in den sozialen Medien. Was grundsätzlich nicht verkehrt ist. Je mehr Informationen sie haben und je besser sie vorbereitet sind, umso leichter fällt es ihnen sich zurecht zu finden und Fehler zu vermeiden. Leider bekommt man in den sozialen Medien nicht immer nur die besten Informationen. Darum habe ich unsere Erfahrungen mit Behörden, unsere Gedanken und Erlebnisse zu Papier gebracht. Dies kann als kleine Hilfe dienen.

Das Buch ist am 01.04.2020 erschienen und kann für 9,99€ bestellt werden. Es wird auch nach Ungarn geliefert:

https://www.bod.de/buchshop/unser-weg-nach-ungarn-hubert-laspe-9783751908153?utm_source=saleswidget&utm_medium=referral&utm_campaign=saleswidget_small

Leseprobe:

Das Geisterhaus

Es ging schon auf die Mittagszeit zu, als wir zu unserer ersten Besichtigung fuhren. An Marcali vorbei und von dort in ein kleines Dorf, ein ganzes Stück von Marcali entfernt. Unterwegs blickten wir von einer Anhöhe im Vorbeifahren auf ein Sonnenblumenfeld. Wir fuhren rechts in einen Feldweg und gingen zum höchsten Punkt, um Fotos zu machen. Für uns war dies ein ganz besonderer Moment. Der Anblick, der sich uns bot, war überwältigend. Gelb, mit ein paar Büschen als grünen Farbtupfern darin, bis zum Horizont. Darüber dieser wunderbare blaue Himmel und eine himmlische Stille. Außer Vogelgezwitscher war kein Laut zu hören. Natur pur. Dazu kam diese klare, angenehme Luft. Trotz Temperaturen von über 30 Grad im Schatten, war das Klima sehr angenehm und nicht so schwül und stickig, wie es in Deutschland häufig ist. Wir hatten plötzlich ein vorher nie gekanntes Gefühl von Frieden, Ruhe und Entspannung. Dieses Bild, diese Ruhe und dieses Gefühl sogen wir in uns auf. Der Zauber Ungarns hatte uns in seinen Bann gezogen. Wir machten noch ein paar Bilder und schon ging es weiter.

Unser Ziel war das leerstehende Haus, von welchem wir die Schlüssel zugeschickt bekommen hatten. Das Navi führte uns in dem Ort in eine spärlich bebaute Seitenstraße. Da die Besitzer seit über zwei Jahren nicht vor Ort waren, gingen wir davon aus, dass das Grundstück ungepflegt ist. Aber der Anblick, welcher uns hier erwartete, hat unsere Befürchtungen noch weit übertroffen.

Wir standen vor einem eingezäunten Grundstück. Das Tor war mit einem Vorhängeschloss gesichert und dahinter war Urwald. Hinter hohem Gras, Gestrüpp und Büschen, stand in 20 Meter Entfernung ein kleines Haus, welches von der Straße aus nur zu erahnen war. Von außen war es zwar nicht sehr vertrauenerweckend, aber da die Bilder im Internet ein schön zurecht gemachtes Innenleben versprachen, beschlossen wir, uns das ganze etwas genauer anzusehen.

Nachdem ich das Vorhängeschloss entfernt und das Tor geöffnet hatte, kämpfte ich mich Richtung Haus vor. Vor der eigentlichen Haustür war noch eine dicke Spanplatte als zweite Tür angebracht, welche ebenfalls mit einem Vorhängeschloss gesichert war. Ich öffnete die Tür und entsicherte mit der Fernbedienung die Alarmanlage, bevor ich die Haustür öffnete. Ein muffiger, modriger Geruch kam mir entgegen. Meine Eltern hatten früher ein Bauernhaus mit einem Natursteinkeller darunter. Dadurch, dass der Keller immer etwas feucht und schlecht belüftet war, roch es dort auch immer so modrig und stickig. Hier in diesem Haus kam noch ein unangenehmer, leicht beißender Geruch hinzu.

Nachdem ich eingetreten war, kam auch meine Frau zur Tür. Sie traute sich nicht ganz heran und wich sofort zurück, als sie den Geruch wahrnahm. Sie meinte sofort, dass wir gar nicht weiter schauen brauchen, denn dieses Haus würde sie nicht betreten.

Die ersten paar Meter auf das Grundstück war Balu noch mit gekommen, aber dann hielt er Abstand zum Haus. Er war nicht zu bewegen in die Nähe des Hauses zu kommen. Meine Frau und er zogen sich gleich wieder zurück.

Obwohl auch ich ein mulmiges Gefühl in dem Haus hatte und mir sofort klar war, dass dies Haus bestimmt nichts für uns ist, war die Neugier doch groß und ich tastete mich durch die Dunkelheit.

Autor: Lajos Káposzta