Trachtentag in Hajosch — mit Kellerbesuch!

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Ja: Wein ist zur guten Stimmung unentbehrlich!

Vor einer Party muss man den Ort erst erkunden und den Staub der Anreise mit Wein abspülen!… So hat es auch eine kleine Gruppe in Hajós gemacht, einige der in der Umgebung lebenden Deutschen und Schweizer besichtigten das Kellerdorf vom Aussichtsturm aus, dann folgte ein Spaziergang zwischen den Kellerzeilen, bis sie auf eine offene Tür stießen.

Nach dem (organisierten) Kellerbesuch kam auch ein Kessel auf den Tisch: „Krámpiárá knépflá” — so heißt die typisch Hajoscher Kartoffelsuppe, zu der die eben verkosteten Weine gut gepasst haben. Dann heißt es aber Tschüs… und los ins Stadtzentrum!

Warum?

Hier fand gerade der sog. Hajoscher Trachtentag statt mit Tanzgruppe, Chören, Folklore, guter Stimmung…

Aber aus welchem Anlass?

Das größte Fest der Kleinstadt, der traditionelle Orbantag im Mai ist wegen der Pandemie ausgefallen. Aber wenn man kein großzügiges Festival organisiert, sondern „nur die eigene Folklore und den Zusammenhalt“ zeigen will? Dazu bot der Trachtentag am 25. Juli zum achten Mal einen günstigen Rahmen: klein, gemütlich, aber trotzdem genial!

Wir haben den Organisator und Hausherrn des Festes, Zsolt Szabó, den Vorsitzenden des Volkstanzvereins zu Hajosch befragt.

Ja, wir wollten auch dieses Jahr zusammenkommen, tanzen und uns einfach gut fühlen, erzählte der junge Mann. Teilnehmer waren die Hajóscher Jugendblaskapelle, dann unser Chor und die Jugend- bzw. Erwachsenengruppe der Hajoscher Tänzer.  Zu uns gesellten sich als geladene Gäste die Nadwarer Tanzgruppe und der Hartauer Chor.

Das Programm begann auf der Straße, wir tanzten auf der Hauptstraße unserer Kleinstadt. Der Umzug endete beim Schloss, wo wir auch ein Gruppenbild machen konnten. Das eigentliche Programm fand dann auf der Freilichtbühne statt.

Im Jahre 2013 fand der erste Hajoscher Trachtentag statt, als die örtliche Volkstanzgruppe ihr 50. Jubiläum feierte. Seitdem wurde es zur Tradition, heute zum achten Mal.

Als Abschluss sorgte die Diamant Kapelle aus Schomberk / Somberek für gute Stimmung. Und ja, wir haben ständig gebetet, weil voriges Jahr um 22.00 Uhr ein Gewitter losbrach und der Veranstaltung ein Ende setzte.

Es war erfreulich, dass viele “Tanya-Deutschen” die Veranstaltung besucht haben. Auf dem Foto sitzen Britta Muschalski und ihre Freunde sowie unsere Mitarbeiterin, Eva-Marie Meißner (rosa).

Dieses Jahr hatten die Veranstalter Glück, unter den Wolken der Pandemie und eines drohenden Unwetters, konnten sie die Feier bis zum Ende, also bis zur Morgendämmerung durchführen. Und wenn dieses Ereignis mit der aktiven Teilnahme der hier lebenden Deutschen, Schweizer und Österreicher gefeiert wird, ist es noch erfreulicher!

Lajos Káposzta