Peitschenunterricht für Anfänger

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Wenn man als Turist da ist…

Kommt man als Fremder in die Mitte der ungarischen Tiefebene, kann man dem Brauch nicht entkommen, dass einem beigebracht wird, wie man mit der Peitsche, die in Ungarn „Karikásch“ genannt wird, umgehen kann.

Dieses Hilfsmittel zum Treiben einer Herde

hat sich im Laufe der Jahrhunderte in den Händen der Pferde- und Rinderhirten gut bewährt. Man konnte damit aber nicht nur die Tiere treiben – „Karikásch“ diente auch als Waffe! Ein guter Hirte konnte mit dieser Peitsche Säbel oder Pistole der Gendarmen ohne weiteres herausreißen. Oder – wie wir es auch mit Fotos illustrieren – eine Zigarette aus dem Mund sicher herausschlagen…

Die Peitsche

hat einen kurzen Holzstiel. Die etwa 2 m lange Fortsetzung ist aus Lederseilen geflochten, am Ende ist ein Zopf, der für den Knall sorgt. Er bewegt sich in der Luft schneller als der Schall, deshalb hören wir einen Knall.

Also werden die gerade angelangten Touristen aus „erster Hand“ erlernen, wie man hinten oder vorn mit dieser Peitsche knallen kann. Und wenn der Unterricht in einer Gruppe stattfindet, kann auch ein Wettbewerb am Ende der Stunde veranstaltet werden….

Ein Riesenspaß!

Lajos Káposzta Reiseleiter und Dolmetscher
0036209466727

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