Hausierer, Straßenhändler nicht immer gern gesehen…

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Házaló zsidó

Vielerorts

kann man beim Ortsschild einen Zusatz lesen: „Községünkben a házaló árusítás tilos“ — auf Deutsch: in unserer Gemeinde ist Hausieren verboten. Das ist verständlich, so will der Gemeinderat die örtlichen, Steuer zahlenden Unternehmer und Händler schützen. Andererseits gab es auch genug Beispiele, dass die fremden Hausierer später in das ausgeforschte Haus zurückkamen und alles gestohlen haben. Wieder andere sagen, Hausierer stören ihre Ruhe, wenn sie etwas einkaufen wollten, gingen sie in die Läden, so brauchten sie keine Straßenhändler.

Und ja, einige sind auch deshalb Hausierer, damit sie die Sicherheits- und Besitzverhältnisse der hier Lebenden ausspähen… Vielleicht auch das letztere war die Ursache eines Zugriffs im Frühsommer 2020 in Kiskunfélegyháza. Dieser Zugriff war aber juristisch nicht korrekt, also bitte gegenüber Straßenhändlern anders verfahren!

Anfang Juni erstattete ein Händler Anzeige gegen einen Mann, der ihn mit einer Mistgabel attackiert und verletzt hatte.

Den Aussagen des Futterhändlers zufolge hätte sich ein unbekannter Mann in Kiskunfélegyháza darüber beschwert, dass er mit Musik auf sich und seine Ware aufmerksam gemacht habe. Der Händler teilte dem Mann ruhig mit, dass er eine Genehmigung hat, seine Ware auf diese Weise anzubieten. Daraufhin hätte der Mann mit einer Mistgabel mehrmals in das offene Autofenster hinein- gestochen.
Als der Fahrer den Rückwärtsgang eingelegt hatte und nach hinten fuhr, hätte der Mann mit der Mistgabel, die Frontscheibe des Autos eingeschlagen. Der Händler hatte versucht, den Stichen auszuweichen, war aber dennoch am linken Oberschenkel und am Ellenbogen verletzt worden.

Die Polizei verhörte in der Sache einen 48jährigen Mann aus der Stadt als Verdächtigen, der sich in diesem Verfahren für eine Straftat im Straßenverkehr verantworten muss.

Und die Pandemie? Ja, diese hält die Leute zurück. Aber bis wann?

K. L.

Kiskunfélegyháza: da lebten auch früher viele Wegelagerer…