Die Nummer geht mit

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Nachrichten aus der Welt der Mobiltelefonie

 Der ungarische Telefonmarkt ist langsam satt. Neben den Festnetztelefongesellschaften sind drei Mobilfunksysteme am Markt, die im heftigen Wettbewerb um jeden Kunden kämpfen. Denn das ist in Ungarn seit einem Jahr der wahre Trend, viele Leute haben 2-3 Handys, um jederzeit mit den niedrigsten Tarifen telefonieren zu können. Man darf dabei den Dienstleister wechseln, ohne dass die Telefonnummer geändert wird.

Vorgeschrieben ist

die Option der übertragbaren Telefonnummern durch das
elektronische Telekommunikationsgesetz. Das Ministerium erhoffte von dieser Regelung eine Belebung des Wettbewerbs. Schließlich schreckte die Kunden laut Erfahrungswerten am stärksten vom Wechsel des Anbieters ab, dass die alt bewährte Telefonnummer aufgegeben werden musste. Zudem übernehmen die alternativen Gesellschaften die Kosten des „Umzugs” einschließlich Administration, so dass der Kunde lediglich einen Vordruck beim Wunschanbieter ausfüllen muss.

Unter der Voraussetzung, dass keine Rechnungsaußenstände vorliegen, kann der
Dienstleister binnen 15 Tagen gewechselt werden. Obendrein darf der Kunde, wenn er denn zu Späßen aufgelegt ist, die Sache alle 30 Tage neu überdenken. Ein Problem bereitet jedoch, dass Anrufer künftig nicht wissen, in welches Netz das Gespräch tatsächlich geht. Laut geltender Regierungsverordnung darf der neue Anbieter nicht von den gewohnten Tarifen abweichen

Der Charakter des Handy färbt auf seinen Nutzer ab – die Masse der Mobiltelefonierer besteht aus, im wahrsten Sinne des Wortes, mobilen, flexiblen jungen Leuten. Locken die Anbieter auf diesem Markt mit attraktiven Angeboten, kann das zu durchschlagenden Erfolgen bzw. drastischen Kundeneinbußen beim Konkurrenten führen. Schon lange war die stärkste Triebfeder das Prinzip „so billig wie nur irgend möglich”. Daneben zählt aber auch, welche Handies angeboten werden und wie gut die Qualität im Servicebereich ist.

Will man ins Ausland telefonieren,

so besteht die Möglichkeit, das innerhalb der EU kostenlos zu tun. Das heißt auch, wer im Besitz einer „Lakcímkártya“  (Adressenkarte) ist,  kann auch als Ausländer diese Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Nicht zu unterschätzen ist das Internet: die Menge der kostenlosen Gigabite erhöhte sich nach dem Ausbruch der Pandemie „automatisch“. So wollten die Mobilfunkfirmen ihre Kunden behalten, bzw. sie rechneten mit einem erhöhten Internetverbrauch. Außerdem besteht die Möglichkeit Extra Internet-Pakete zu kaufen. Auf der Webseite des Lieferanten kann man verfolgen, wieviel Gigabite man noch frei hat.

Lajos Káposzta