Schaulager — eine besondere Art der Präsentation von Exponaten

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Wenn die Ausgangssperre aufgehoben wird…

In einem Gebäudetrakt können wunderschöne Exponate des Kiskunhalaser Thorma János Museum besichtigt werden. Da werden die völkischen Gegenstände als Schaulager ausgestellt, die zwar wertvoll und interessant sind, aber nicht in die Konzeption der ständigen Ausstellung „Halas, der kleinkumanische Marktflecken“ passen. Sie mussten, bis vor 10 Jahren in Kartons eingesperrt, auf ihren großen Auftritt warten…

 

Die Truhen, Möbelstücke, Werkzeuge, Teller und andere Gebrauchsgegenstände sind auch für das Ungarndeutschtum eine wichtige Quelle. Aus dem benachbarten Soltvadkert — wo die Bevölkerung schwäbischer Abstammung ist — wurden zwei Exponate mit deutscher Inschrift ausgestellt. Der schön restaurierte, reich bemalte Kleiderschrank stammt aus dem Jahr 1849 und gehörte Nicolaus Katzenbach und Kadarina Gillichin — wie uns die schöne Inschrift berichtet.

Ein grüner Krug trägt auch Soltvadkerter Namen, Katzenbach Henrik und Gszelmann Éva. Der Töpfer, dem der Auftrag erteilt wurde, konnte höchstwahrscheinlich nicht deutsch. Das wird aus der Schreibweise „Katzenhak Henrik, Gyelman Eva” deutlich. Nimmt man das Inventar der neuen Exponate zur Hand, kann man auch weitere Gegenstände identifizieren und eigene Nachforschungen durchführen.

So wurde das vor mehr als hundert Jahren gegründete Kiskunhalaser Museum noch attraktiver und wertvoller. Das ist einen Besuch wert!

Lajos Káposzta Reiseleiter

Webseite des Museums

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