Also ein Kloster in Bugac
mit eigener Kirche. Das Foto in unserem Artikel ist kein Werk der Phantasie! Archäologen haben das Aussehen der Kirche und der anderen Gebäude anhand der Funde und Fundamente rekonstruiert.

Der Ausflug am Dienstag, dem 22. September
Wir fahren mit eigenen Autos hin und treffen uns vor dem Gebäude in der Puszta. Das Programm besteht aus folgenden Punkten:
- Ausgrabungsstätte im Wald mit Archäologen
- Film über die Geschichte des Klosterkomplexes
- Ausstellung mit den schönsten Funden
- Führung in ungarischer und deutscher Sprache
- Digitale Wanderung im damaligen Dorf
- Quiz
Preis: 9.500 HUF
Beginn um 9.30 Uhr. Anschließend ist Mittagessen in einer Tscharda auf eigene Kosten möglich. Adresse siehe unten! Ende: Gegen 12.00 Uhr.
Anmeldung ist nötig: 0036209466727, kaposztalajos@gmail.com (Wir haben bereits 8 Interessenten).

Es war schon seit Generationen, seit Jahrhunderten bekannt, dass in der Nähe des heutigen Dorfs Bugac ehemals eine Tempelwirtschaft blühte.
Selbst der Name der Flur, „Felsőmonostor“ (Teil des Dorfes Bugac) weist darauf hin, hier stand eine kirchliche Siedlung, eine kirchliche Wirtschaft.
Was wissen wir über die Geschichte der Gebäude in Felsőmonostor?
Wie Bürgermeister László Szabó erzählt, der erste ungarische König, Stephan I. hatte angeordnet, dass alle zehn Dörfer eine gemeinsame Kirche zu bauen haben. Dem Befehl folgten auch die Siedlungen in der Tiefebene, wo wir sind. Hier war der Boden zwar ebenso sandig, wie heute, das Klima war aber kälter. Hier standen Eichenwälder und bei den Dörfern Weizen- und Roggenfelder. Das Gesetz wurde in den ersten Jahrzehnten des 11. Jh. verabschiedet. Man brauchte also Zeit, bis die Bevölkerung das Christentum ernst nahm und Gotteshäuser aufgebaut wurden. Kirchen waren aber nicht nur Gebetsstätten sondern auch wirtschaftliche Zentren. Hier wurden Daten registriert, Arbeiten verteilt und auch die neueren Technologien erprobt. Wer hätte gedacht, dass z.B.die Bierbrauerei mit Hilfe der Benediktiner in Europa verbreitet wurde?
Der Baubeginn lässt sich in die Mitte des 12. Jh. datieren. Eine damals reiche Familie ließ einen ca. 1 km² großen Baukomplex errichten, samt Kirche, Wohnhäuser, Lagerräumen und Werkstätten. Der Mongolensturm hat die Entwicklung gestoppt, wahrscheinlich wurden 90 % der Bevölkerung durch die Horden ausgerottet. Erst Ende des 14. Jh. erscheint der Name Bugac in den Urkunden, aber um die Tempelwirtschaft handelt es sich darin nicht mehr…
Was ist mit den Ruinen nach dem Mongolensturm 1241/42 passiert?
Wahrscheinlich haben die hier ansässig gewordenen Kumanen (Ung: „kunok“) den hier gefundenen Stein als wertvolles Baumaterial verkauft oder in andere Waren getauscht. Was die Archäologen zwischen 2009 und 2026 gefunden haben, deutet auf eine verfeinerte Baukunst und einen relativ großen Reichtum hin. Es lohnt sich, im Gedenkpark die Infotafeln sorgfältig zu lesen und dann zu lauschen, was uns die Ruinen als Zeugen und Spuren des Mittelalters in dieser Gegend flüstern.

Im Besucherzentrum „Aranymonostor Látogatóközpont“ bietet man an:
- Film über die Geschichte des Klosterkomplexes
- Ausstellung mit den schönsten Funden
- Führungen in ungarischer, deutscher und englischer Sprache
- Digitale Wanderung im damaligen Dorf
- Ausgrabungsstätte im Wald mit arbeitenden Archäologen
- Konferenzen
- Speisemöglichkeit (nach vorheriger Bestellung)
- Souvenirladen
- Klimatisierte Räume
(Bitte auf den Menüpunkt „térkép“ klikken.)
Info auf Deutsch: Lajos Káposzta Reiseleiter und Historiker – 0036209466727
Fotos: Olivér Kovács, Geocaching, Zsolt Hegyi
Ein Ausflug mit Motorrad im ehemaligen Nordungarn
Ein anderes Programm: Ausflug nach Budapest am 27. 09. 2026






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